Training: Tipps von Patrick Klemm
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Training: Teaching Tipp

Die Pre-Shot Routine

Beim Tipp von PGA Professional Patrick Klemm geht es um die Pre-Shot- Routine – alle wichtigen Handlungen vor dem Golfschlag.

So langsam startet die neue Golfsaison. Doch schon jetzt haben Sie ein mulmiges Gefühl und grübeln über folgende Fragen:
– Werden die Bälle wieder so gut fliegen wie zu Saisonende?
– Wie  lange  wird  es  dauern,  bis  ich  mein Handicap spiele?
– Warum ist es am Anfang der Saison immer so schwer in Schwung zu kommen?
– Bringen Golfreisen im Winter etwas?
– Ab  wann  soll  ich  wieder  Golfunterricht nehmen?

Eine Art Anker oder Sicherheit wäre hier wünschenswert,  um  den  Schwung  abzuspeichern. Tatsächlich gibt es eine Methode um mit mehr Vertrauen in die Saison zu starten: Die  Pre-Shot-Routine.  Hierbei  handelt  es
sich  um  ein  immer  gleich  bleibendes  Verhalten vor jedem Schlag, was zu mehr Sicherheit  und  Reproduzierbarkeit  in  der  Schlagausführung  verhelfen  soll.  Aufgebaut  ist  diese  Vorgehensweise  in  drei  einfachen Schritten:

1. Think Box

Die erste „Box“ in der Sie ankommen, beginnt mit dem Zeitpunkt, wenn Sie Ihre Golftasche in der Nähe des Balles abstellen. Hier geht es darum ein paar Gegebenheiten zu klären und sich einen Überblick zu verschaffen: Wie liegt der  Ball?  Muss  ich  eventuell  einen  Sicherheitsschlag machen? Wie weit habe ich noch bis zur Fahne? Aus welcher Richtung kommt der Wind? Auf welche Seite des Fairways soll ich spielen? Wo befindet sich ein Hindernis? Welche Flugkurve wäre hier ideal? Wo soll der Ball landen? All diese Fragen und noch ähnliche, je nach Situation und Balllage, gilt es zu klären.  Am  besten  Sie  legen  sich  eine  Reihenfolge  fest  und  verfahren  immer  gleich. Das verschafft Ihnen zusätzliche Sicherheit.

2. Feel Box

Haben Sie Ihren Plan erstellt, gehen Sie über eine imaginäre Linie in den nächsten Bereich, die „Feel Box“. Hier geht es darum den geplanten  Schlag  zu  fühlen.  Machen  Sie  also einen Probeschwung und versuchen Sie das perfekte Körpergefühl zu finden. Angenommen Sie spielen von Natur aus einen Draw und  haben sich jedoch für den kommenden Schlag vorgenommen einen Fade zu spielen, weil ein Baum im Weg ist, dann müssen Sie Ihren natürlichen Schwung um ein paar Komponenten  abändern.  Der  Schläger  muss mehr von außen/innen an den Ball kommen und  die  Schlagfläche  muss  offen  zur Schwungbahn sein. Machen Sie so viele Probeschwünge,  bis  Sie  zufrieden  und  überzeugt sind, dass der Schlag klappen könnte. Sobald  Sie  am  Zweifeln  sind  oder  spontan doch einen anderen Schlag machen möchten, stecken Sie Ihren Schläger ins Bag zurück und gehen in die „Think Box“ und fangen von vorne an.

3. Play Box

Steht  Ihr  Plan  und  haben  Sie  das  dazugehörige Körpergefühl, gehen Sie mit voller Überzeugung  in  die  „Play  Box“.  Hier  wird nicht mehr lange gezögert, treten Sie an den Ball heran, machen noch ein paar Waggles und schlagen den Ball. Sobald Gedanken aufkommen, die sogenannten No-Signale, wie: Schaffe ich es über das Wasser? Soll ich nicht doch lieber den Ball flach spielen? Werde ich am Baum vorbeikommen? Soll ich lieber vorlegen? Was denken meine Mitspieler? Habe ich  zu  lange  für  die  Schlagvorbereitung benötigt? Habe ich den richtigen Schläger? Treten  Sie  zurück  und  gehen  in  die  „Think Box“. Hier können Sie diese Gedanken sortieren. Erst wenn Sie wieder alle Boxen durchlaufen haben, können Sie ruhig und gelassen Ihren Schlag ausführen. Natürlich dauert diese Vorgehensweise etwas länger als normal, besonders wenn man die No-Signale deutet und  abbricht.  Mit  etwas  Übung  haben  Sie  eine  Routine  und  werden  viel  entspannter und vor allem besser golfen.

Patrick Klemm ist einer von 1.800 Professionals, die Mitglieder der PGA of Germany sind. Weitere Trainingstipps finden Sie auf seinem YouTube Kanal (Patrick Klemm) oder seiner Homepage www.Patrick-Klemm.de 

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