Interview Kienesberger&Schweighofer; Schlosshotel Mondsee
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Interview Kienesberger&Schweighofer; Schlosshotel Mondsee

Das Schloss Mondsee liegt im entzückenden historischen Zentrum der Marktgemeinde Mondsee – gleich neben der ehrwürdigen Basilika St. Michael. In den über 1000 Jahre alten Mauern befinden sich neben dem Standesamt und 15 stimmungsvollen Veranstaltungsräumen vor allem auch das Schlosshotel. Die neuen Betreiber Gerald Kienesberger und Hanni Schweighofer hauchen den alten Mauern gerade neues Leben ein. Binnen kürzester Zeit haben sie das Hotel von einer mäßigen 3*-Bleibe zu einem sehr vernünftigen 4*-Hotel mit hohem Gourmet- und Wohlfühlfaktor entwickelt. Eine der jüngsten Initiativen: die Kooperation mit 13 (!) umliegenden Golfplätzen. Damit ist das Schlosshotel zum absoluten Hotspot für Golfer und Genießer geworden. Anlass genug für Univ.-Lektor Mag. Karin Strahner, Chefin des exklusiven Wirtschaftsclubs K.S.-Circle (www.ks-circle.com) die beiden zum BizTalk zu bitten.

Sie führen das Schlosshotel seit Jänner 2014. Was hat sich seit der Übernahme getan?

„Als wir das Hotel übernommen haben, war es in einem katastrophalen Zustand. Es gab kein WLAN, in den Zimmern standen alte Röhrenfernseher, und, und, und. Wir mussten kurzfristig 1 Million Euro in das Hotel, primär in die Zimmer investieren. Wir sind aber – und das muss ich ehrlich gestehen – erst zu 70% dort, wo ich hinwill. Es geht aber nicht nur um Investitionen, sondern auch um neue Kooperationen, wie z.B. jene mit „Golf & Seen“, das ist die Vereinigung der 13 umliegenden Golfplätze. So können wir spezielle Golf- Packages anbieten und uns damit sicherlich zu einem der attraktiven Hotspots für diese Zielgruppe weiterentwickeln.“

Welche Golfplätze sind in dieser Kooperation dabei?

„Es sind ausschließlich Plätze, die binnen weniger Minuten bis max. einer halben Stunde erreicht werden können. Dazu gehören die 18-Loch-Anlage des GC Am Mondsee, GC Gut Altentann, GC Salzburg – Eugendorf ebenso dazu wie der GC Römergolf, Klessheim, Attersee, Salzkammergut, Berchtesgaden, Regau Attersee-Traunsee, und schließlich die 9-Loch-Plätze Waldhof, Drachenwand, Attersee GC Weyregg und Schloss Fuschl. Für einen leidenschaftlichen Golfer ein wahres Paradies. Wir haben für unsere Gäste natürlich auch Greenfee-Specials, von € 45,– bis max. € 65,–. Aber am besten fährt man mit einem unserer Golfpackages.“

Wie sieht ein solches Golfpackage z.B. aus?

„Wir bieten ganz aktuell ein Märchenhaftes Golferlebnis an:
• 4 Tage/3 Nächte im Superior Zimmer
• 3 x 18 Loch auf den Plätzen der Wahl
• Großzügiges Prosecco-Frühstücksbuffet bis 11:00
• Tägliches 3-Gang-Abendmenü in unserem Gourmetrestaurant Culinaro
• 1 Flasche Prosecco und Obstkorb am Zimmer
• Kostenlose Leihfahrräder, Nutzung des Wellnessbereichs
• Hoteleigener Caddyraum mit Ladestation
• Sogar eine exklusive Schlossführung ist inkludiert
Und das alles um sehr attraktive € 504,– pro Person im Doppelzimmer

Welche Rolle spielt die Gastronomie?

„Gute Gastronomie ist elementar für das Wohlfühlen der Gäste. Die Wahl des Restaurants ist ja immer situations- und anlassbezogen. Deshalb beherbergen wir zwei ganz unterschiedliche Betriebe: das urige Schloss Bräu und das Gourmet-Restaurant Culinaro mit Fokus auf die leichte, mediterrane Küche, aber sehr wohl mit Österreichbezug; Adria meets Austria. In beiden haben wir hervorragende Köche, die diese unterschiedliche Positionierung auch authentisch leben: Luise Benda und Florian Spaun. Darüber hinaus sind es auch die kleinen Dinge, die uns am Herzen liegen. Wir machen – wenn auch in kleinen Mengen, aber immerhin – unseren Essig selbst und der Lavendel kommt aus dem Schlossgarten. Die Lieferantenauswahl ist sehr selektiv. Wir kennen die meisten persönlich und wissen, woher die Ware kommt: die Salami vom Metzger aus Portoguaro, der Montasio aus der sympathischen Käserei aus Sumanga im Veneto, das Olivenöl und die Oliven aus Kalabrien, der Fisch aus Marano, mein geliebter Franciacorta vom Castello Bonomi, der großartige Barbaresco und Barolo von einem winzigen Weinbauern im Piemont oder auch das Walnuss- und Trüffelpesto aus Langenlois. Dazu braucht man die Liebe für solche Produkte und man muss sie selbst genießen können, dann findet man auch die richtigen Lieferanten.“

Man glaubt dem Gerald Kienesberger auch die Gourmet-Kompetenz. Während des Interviews im unglaublich stimmungsvollen, kleinen Weinkeller, wo die Mauern aus verschiedenen Jahrhunderten Geschichte erzählen, öffnet er eine Flasche Cuvée Lucrezia 2004. „Mhhhh, das ist ein wahrlich kostbares Franciacorta Extra Brut-Tröpfchen: 72 Monate in der Flasche gereift, auf 2000 Stück limitiert und kürzlich von der italienischen Sommelier-Gesellschaft zum besten Schaumwein Italiens gekürt. Im Gambero Rosso mit 3 Gläsern – das ist das Maximum – ausgezeichnet. Den hab‘ ich bei meinem Freund Renato Dreussi gekauft, dem Exportleiter von Castello Bonomi und dreier weiterer fantastischer Weingüter,“ kommentiert der gelernt Sommelier mit Leidenschaft den Schaumwein. Kienesberger ist ein wahrer Genuss mensch, reist sehr gerne mit Freunden und Familie, seiner Frau Erika, den Töchtern Sarah und Stella und Hund Liona durch Italien … und das immer der Trüffelnase nach. So fand er auch den Metzger, der ihm mittlerweile eine 1,5 Meter lange Sonderproduktion seiner besten Salami liefert, serviert auf einem dafür ebenfalls speziell angefertigten Brettl. „Bitte, bedient Euch“. Diese wird einfach zum Franciacorta Extra Brut in dicken Scheiben runtergeschnitten und mit knusprigem Brot genossen…

Das Schloss beherbergt auch 15 Veranstaltungsräume. Wie werden diese genutzt?

„Die Struktur des Schlosses hat uns die Möglichkeiten für die Veranstaltungsräumlichkeiten vorgezeichnet und wir nutzen sie gezielt. Jeder Bereich erzählt eine Geschichte und hat eine ganz spezielle Atmosphäre. Das geht vom Festsaal über die Schatzkammer bis zum Prunkraum, der Säulenhalle oder der Galerie. Hier können wir stimmungsvolle Events und Seminare von 5 bis 500 Teilnehmern inszenieren, auf einer Gesamtfläche von 1.000 m² ohne, dass sich die verschiedenen Teilnehmer überhaupt begegnen!“

Herr Kienesberger, welcher dieser vielen Räume ist Ihr persönlicher Lieblingsraum?

„Nach dem Weinkeller…?“ und schmunzelt. „… die Bibliothek. Sie befindet sich in jenem Trakt, in dem die Gräfin Micheline Almeida bis kurz vor ihrem Tod gelebt hat. Die Räumlichkeiten sind natürlich alle renoviert, aber wir haben mit viel Herz und Liebe die gräfliche Atmosphäre bewahrt. Im Bücherregal der Bibliothek findet man so manche Kostbarkeiten: alte Verträge, Bücher aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert oder auch eine Original-Ausgabe von Don Quichotte, Teil 1 und 2, 1869.“

Zum Abschluss noch: wie stehen Sie persönlich zu Golf? Spielen sie selbst?

„Ich spiele seit über 15 Jahren. Ein großartiger Ausgleichssport, perfekt zum Regenerieren. Ein Golftag mit Freunden ist Entspannung pur. Wir zocken natürlich, wobei es natürlich immer um Essen und Trinken geht… Leider komme ich viel zu selten dazu. Dafür drehe ich meine Runde täglich im Hotel, mit 10.000 Schritten bzw. 5,5 km, aber ohne Ball und Schläger.“

Schlosshotel Mondsee GmbH
Schlosshof 1A, 5310 Mondsee,
Tel: +43 6232 5001, info@schlossmondsee.at,
www.schlossmondsee.at