State-of-the-Art Golftraining
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Johnny Bloomfield mit Stephan Gürtler
Jim McLean Golf Schools

Als passionierter Golfer bin ich (wie die meisten meiner Leidensgenossen) seit Jahren verzweifelt auf der Suche nach dem „perfekten Schwung“. Im Zuge dieser Mission habe ich bereits mehrere renommierte „Golfgurus“ konsultiert, darunter unter anderem auch Justin Poynter im Jim McLean Texas Golf Center. Im April diesen Jahres pilgerte ich endlich in die Jim McLean „Flagship School“ Doral, um meinen Schwung für die neue Saison perfektionieren zu lassen.

Jim McLean wurde bereits von der US-Publikation „Golf Digest“ zum drittbesten Golflehrer der USA gewählt (nur hinter Butch Harmon und David Leadbetter), die Schule in Doral wurde sogar einmal als „Nummer 1“ prämiert. In Doral bietet Jim McLean auch höchstpersönlich Golfkurse an: zwei Tage kosten $ 2.495, drei Tage $ 4.495, vier Tage $ 5.495 und sechs Tage $ 6.795. Im Vergleich zu den tausend Dollar pro Stunde (!) die Butch Harmon angeblich verlangt, ist das Honorar von McLean fast als eine Okkasion zu bezeichnen. McLean hat bereits über 100 Spieler der PGA Tour, LPGA Tour und Champions Tour unterrichtet, darunter Golfgrößen wie Ben Crenshaw, Bernhard Langer, Sergio Garcia, Hal Sutton, Curtis Strange und Brad Faxon. Aktuell arbeitet McLean unter anderem mit Keegan Bradley und LPGA-Shooting Star Lexi Thompson. McLean hat das „8 Step Swing System“ entwickelt, nach dem alle seine Instruktoren unterrichten. Dieses System ist die Grundlage für einen korrekten Golfschwung, lässt jedoch Freiraum für individuelle Unterschiede. „Jim’s 3 Key Questions for Improvement“ [3 Fragen zur Verbesserung] sind folgende: Was machen Sie JETZT? Was wollen Sie STATTDESSEN machen? Wie machen Sie diese VERÄNDERUNG?

Derzeit wird die Schule in Doral einer aufwendigen Neugestaltung unterzogen, nach der Wiedereröffnung am 1. Dezember 2013 wird sie in neuem Glanz erstrahlen. Bei meinem Besuch arbeitete ich mit „Certified Instructor“ Johnny Bloomfield, der selbst ein hervorragender Golfer ist. Zu Beginn der Trainingseinheit werden einige Schwünge auf Video aufgenommen. Gefilmt wird bei McLean generell „down the line“ (entlang der Ziellinie) und vis-à-vis des Spielers. Um den Schwung zu analysieren, werden die Videos in einem Indoor-bereich auf einem Computerbildschirm angesehen. Zuerst werden Griff und Set-Up kontrolliert und der Status-Quo ermittelt. Dabei werden vom Trainer einerseits Kreise und Linien in gewissen Phasen des Schwunges gezeichnet, um Fehler aufzuzeigen. Andererseits wird in einem „Split-Screen“ auf der einen Seite der Schwung eines Top-Spielers und auf der anderen Seite der Schwung des Schülers gezeigt. Dadurch können Unterschiede perfekt veranschaulicht und erklärt werden. Danach erfährt der Spieler, anhand welcher neuer Bewegungsmuster er seinen Schwung bestmöglich verbessern kann. Anschließend schlägt der Schüler einige Bälle mit dem „neuen“ Schwung, wobei er wieder gefilmt wird. Abschließend werden „neuer“ und „alter“ Schwung auf dem Bildschirm miteinander verglichen und die wichtigsten Änderungen werden nochmals besprochen. In meinem Fall sollte ich mit Hilfe eines „Impact Bags“ (siehe Foto) trainieren, um eine optimale Position im Treffmoment zu üben. Zusätzlich bekam ich noch ein paar maßgeschneiderte „Drills“ (Übungen) mit auf meinen Weg, die ich in meine zukünftigen Übungseinheiten integrieren werde.

Ich würde zu gerne Anfang 2014 wieder mit dem sympathischen Jamaikaner Bloomfield trainieren. Meiner Meinung nach zählen die Jim McLean Golf Schools mit Sicherheit zu den besten der Welt, die ich allen passionierten Golfern ans Herz legen kann. Ich bin davon überzeugt, mit meinem verbesserten Schwung das beste Golf meines Lebens spielen zu können!
Hit them long and straight