Beziehungsgeschichten am Lago Di Garda

Es gibt so vieles auf dieser Welt was es zu entdecken gibt. Und ein großer Teil davon lässt sich mit Golf kombinieren. Nicole Rathgeb-Höll berichtet in ihrer Kolumne, neben ihren Hochs und Tiefs als „Durchschnitts-Golferin“ über Insider-Tipps, Reise-Empfehlungen, kulinarische Hot-Spots und vieles mehr.

Ich und Golf? ganz ehrlich, die ganz große und einzigartige Liebe ist es nicht. Eher würde ich es als gute und stabile Beziehung mit einigen Hochs und Tiefs bezeichnen. Das liegt vielleicht an unseren zahlreichen anderen Hobbys (nicht zu vergessen Job und Familie), deswegen wir zu wenig Zeit für den Golfsport haben. Resultierend daraus, spiele ich zwar meist – ehrlich gesagt eher gelegentlich – mein HC, aber ich verbessere mich nicht. Wie auch immer... zum Sommerausklang war ein Golfurlaub am Gardasee angedacht. Die Entscheidung fiel dieses Mal auf das Ostufer, wegen der kleinen Städtchen Torri del Benaco, Lazise, Garda etc. Ich hatte Cappuccinos am See und natürlich Shopping in den tollen Geschäften im Sinn – als Aprés-Golf-Programm. Auf Empfehlung von Freunden haben wir das 4-Sterne Superior Madrigale, oberhalb von Garda, gebucht. Absolut zurecht nennt es sich „The Panoramic Resort“, denn es bietet einen fantastischen Blick auf den Gardasee und die umliegende Landschaft. Direkt gegenüber befindet sich der renommierte 18-Loch-Platz Cá degli Ulivi und in unmittelbarer Nähe zum Hotel befinden sich noch 7 weitere namhafte und ganzjährig bespielbare Golfplätze. Relativ spät im Hotel angekommen, konnten wir am ersten Abend nur noch das Dinner genießen. Es war „Liebe auf den ersten Biss“. Das abendliche mehrgängige italienische Menü ist wirklich „perfetto“ und macht der Bezeichnung „Gourmethotel“ alle Ehre. Am nächsten Tag wurde uns von der Hotelrezeption die Abschlagszeit bereits frühmorgens gebucht und nach einem herrlichen Frühstück auf der Panorama-Terrasse waren bereit für ein neues Golfabenteuer. Meine Beziehung zum Golfplatz? Rein optisch gesehen war mir Cá degli Ulivi gleich sympatisch. Nach den ersten „Kennenlern-Löchern“ kamen allerdings schon erste Reibereien auf. Diesen Platz gilt es genau zu spielen, und das ist ja bekanntlich nicht unbedingt meine Stärke. Zum Glück wurde uns als Flightpartner ein unglaublich nettes Paar aus Bayern zugeteilt, die diesen Platz schon unzählige Male gespielt hatten und uns hilfreiche Hinweise geben konnten. Dennoch hatte ich so meine Schwierigkeiten, die schlussendlich in einer handfesten Krise (zwischen dem Platz und mir) endeten. Es ging so weit, dass ich das Bag im Auto verstaute und wir für den nächsten Tag eine Biketour planten. Bike-Tipp: Traumhafte Touren führen direkt vom Hotel weg! Nach einem relaxten Nachmittag am Pool – bei herrlichen 27 Grad und 28 Grad Pooltemperatur – und einem oder zwei Glas Vino, dachte ich nochmals über meinen Beziehungsstatus zum Golfplatz nach und entschied (aber erst nach dem dritten Glas und einem weiteren Gourmet-Abendessen) ihm eine zweite Chance zu geben. Neuer Tag – neues Glück? Höchst motiviert starteten wir mit den gleichen Flightpartnern (Golf bringt immer nette Bekanntschaften) in die Runde. Und siehe da – eine annehmbarer Score kombiniert mit sommerlichen Temperaturen und grandiosen Aussichten sorgte für ein Beziehungshoch. Alles gut! Fazit Hotel & Küche: Zimmer und Suiten zum Wohlfühlen, exklusive Pool-Landschaft, absolut empfehlenswerte Kulinarik und auffallend freundliche Mitarbeiter. Weiterer Pluspunkt des Restaurants – Der Blick über das nächtliche Garda ist nicht zu toppen. Purer Genuss auf höchstem Niveau und mit ausgezeichnetem Service! Mehr Infos unter www.madrigale.it

Fazit Golfplatz: Aus unserer Beziehung kann definitiv mehr werden – wir sehen uns auf jeden Fall wieder.