„READY FOR TEE-OFF“
„READY FOR TEE-OFF“

Ein passenderes Motto hätte es für Roland Hermann nicht geben können! Denn seit Anfang dieses Jahres ist der ehemalige Lufthansa-Pilot und langjährige Geschäftsführer des Salzburger Flughafens auch neuer Präsident des Salzburger Golf Verbandes. Die Zeit ist zwar noch kurz, um Spektakuläres zu bewegen, aber lang genug, Maßnahmen für die kommenden Jahre zu skizzieren.

Lieber Golffreund Roland. Als Pilot hört sich das Signal „ready for takeoff“ gut an. Es darf gestartet werden. Passt „ready for tee-off“ auch zum Golfsport in Salzburg?
Ja durchaus, wenn die Maschine abhebt, die Reiseflughöhe erreicht hat und dann auch wieder sicher landet, hat der Pilot einen guten Job gemacht. Wenn Golfer schwungvoll abschlagen, routiniert das Fairway überbrücken, das Grün mit Können anspielen und schließlich mit gelungenem Putt einlochen, kommt Freude auf.

Golf ist Freizeit, Golf ist Sport und … Golf ist gesund. Das muss doch bestens in der Gesellschaft zu vermitteln sein, oder?
Auf dem Platz lassen wir den stressigen Alltag hinter uns. Wir arbeiten ständig an der Verbesserung unseres Spiels. Das klappt nicht immer. Das wissen wir natürlich, denn wir sind ja keine Golfprofis. Die Natur macht uns oft einen Strich durch die Rechnung, beispielsweise  durch einen Windstoß oder spiegelglatte Grüns.

Die Funktion eines Präsidenten ist mit Aufgaben und Zielen verbunden. Was steht denn auf Deiner Agenda?
Ich selbst sehe mich als Golf-Botschafter, der mit Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spricht. Da braucht man eine positive Überzeugungskraft, dass Golf gesund und nicht elitär ist, also ein wunderbarer Sport und zwar für Alt und Jung! Das heißt auch, Golf allen sozialen Schichten zugänglich zu machen, wenn man will, Golf als Breitensport zu etablieren.

Was kann der Verband weiter für die Golfclubs leisten?
Seine Aufgabe ist es, die bestehenden Qualitäten seiner Clubs zu sichern und nach Möglichkeit auszubauen. Und dazu gehört, wie gesagt, eben auch eine konzeptionelle Jugendförderung. Der Verband ist also in erster Linie für optimale Rahmenbedingungen zuständig. Erlebnis-Golf und Freizeit-Manager sind die Schlagworte der Zukunft. Mein Vorstandskollege Thomas Neureiter hat dazu in einem früheren Gespräch schon einmal festgehalten, dass das persönliche Gespräch, die sozialen Kontakte – die dem Sport ja ohnehin zugeschrieben werden – im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung immer wichtiger werden. Der Golfclub der Zukunft muss sich als moderne Kommunikations- und Dienstleistungseinrichtung darstellen und vor allem die Mitglieder mit Angeboten motivieren, denn sie sind es, die das Clubleben aktiv gestalten und somit die Identität der Clubs prägen.

Und wie reagieren die Golfclubs darauf?
Die Golfclubs haben inzwischen erkannt, dass generationsbedingt viele Golfer aufhören und weit weniger nachkommen. Also muss jetzt verstärkt in die Jugend investiert werden. Wenn diese Jugend erst einmal dabei ist, sind sie die besten Meinungsbildner für unseren Sport. Und junge Erwachsene müssen überzeugt werden, dass auch Beruf und Golf zu vereinbaren sind. Gute Beispiele sind hier die Angebote von 9-Loch-Runden und sogenannte „After-Work-Meetings“.

Die Mitgliederstatistik zeigt, dass die über 60-Jährigen den Großteil der Spieler ausmachen, die 30- oder 40-Jährigen deutlich unterrepräsentiert sind.
Das hat zwei Gründe: Zum Ersten kann ich Golf auch mit 60 noch anfangen und dann wirklich bis ins hohe Alter spielen. Bei den Jüngeren stehen die berufliche Karriere und die Familiengründung im Vordergrund. Wir beobachten, dass viele junge Golfspieler ein paar Jahre pausieren, weil sie einfach andere Prioritäten setzen und Golf dann zu zeitintensiv ist. Später haben sie wieder mehr Zeit und Muße und kommen hoffentlich auf den Platz zurück.

Wie könnten Mitglieder-Lücken abgefedert werden?
Mein erklärtes Ziel ist und bleibt, Jugendförderung zu betreiben. Das fängt natürlich spielerisch bei den Jüngsten an. Hier werden wir den seit einigen Jahren erfolgreichen „Bärencup“ mit den Golfclubs weiter ausbauen. Für die etwas älteren Jugendlichen denke ich an Golf-Feriencamps. Dann werden wir uns verstärkt einsetzen, Golf mehr und mehr auch als Schulsport zu etablieren. Pädagogen werden wir nach dem Motto „Train-the-Trainer“ in unsere Clubs einladen, um Golfen als Sportdisziplin, ähnlich dem Skilauf, zu etablieren. Erste Vorstellungen u.a. mit der Landesschulbehörde sind in Vorbereitung.

Und wo heißt es selbst für Roland Hermann demnächst „ready for teeoff“?
Auf meinem Heimatplatz am Mondsee, wo mich entlang der Löcher 17 und 18 Karpfen und Saiblinge begleiten und nicht Alligatoren wie einst bei einer Golfrunde in Florida. Da spiele ich mit meinen Golffreunden „…da hab i koan Druck, da hab i a Freud!“

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