Golf & Sail Cruises

Exklusiver Golf-Segeltörn in der Ägäis

Manchmal darf der Golfurlaub auch eine Nummer luxuriöser sein. Zum Beispiel auf der von Golf & Sail Cruises exklusiven Golfreise mit der Segelyacht „Running on Waves“. Das 2011 gebaute Schiff ist eine sogenannte Barkentine mit Heimathafen La Valetta auf Malta. Die 64 Meter lange Yacht bietet Platz für bis zu 45 Passagiere. Auf dem neuntägigen Segeltörn fuhr die Yacht von Athen nach Kreta und steuerte auf dem Weg dorthin einige der schönsten Golfplätze in Griechenland an. ExtraGolf & Reisen war dabei.

Nach der Ankunft am Flughafen Athen spürten wir schon den ersten Hauch von Abenteuer, als die Taxifahrer uns mit Koffern, Handgepäck und Golfbags sahen und sofort abwinkten. Schließlich passte dann alles doch irgendwie hinein. Athen bedeutet für viele Besucher der zentrale Einstieg in die griechische Geschichte und Kultur. So gehörte denn auch neben einer Stadtrundfahrt im roten Hop-on-Hop-off-Bus ein Spaziergang durch die pulsierenden Altstadtgassen der Plaka zum „Landprogramm“. Alle individuell angereisten Golfkreuzfahrer trafen sich dann zu einem ersten Kennenlernen beim gemeinsamen Abendessen auf der Dachterrasse des Hotels mit einem stimmungsvollen Blick auf die Akropolis. Leicht, locker, leger begann das Treffen mit dem Golfer-Du. Am nächsten Morgen startete der Transfer zu unserem Schiff nach Nafplio, einer kleinen Hafenstadt westlich von Athen. Wir überquerten den Kanal von Korinth, und dann dauerte es nicht mehr lange bis wir sie endlich sahen – unsere „Running on Waves“. Majestätisch ruhte sie am Kai des Hafens. Die Crew in schicken weißen Uniformen erwartete uns bereits an der Gangway, allen voran Kapitän Aleksander, Hotel-Direktor Robert und Cruise Direktorin Claudia. Ausgestattet mit den notwendigen Schiffsunterlagen in der einen und dem prickelnden Champagnerglas in der anderen Hand führte Claudia ihre Gäste in die Kabinen. Eng sind die Gänge an Bord schon, aber die „Running on Waves“ ist ja auch eine schnittige Kreuzfahrt-Yacht. Umso komfortabler die Kabinen. Kaum hatten wir unsere Koffer ausgepackt baten Robert und Claudia zum Empfangscocktail an der Ocean Bar. Es war schon aufregend, das Ablegemanöver zu beobachten, bis die kleine Golfer-Gesellschaft dann in den Salon zum Gala-Dinner schritt. Die erste Nacht an Bord war ideal zum Eingewöhnen. Die See war ruhig, der Wind lauwarm und der letzte Cocktail eiskalt.
Am nächsten Morgen erreichten wir unseren ersten Tagesstopp auf der Insel Elafanisos. Das Schiff lag auf Reede. Einige nutzten die Tenderfahrten zum Baden, andere sprangen von der am Heck heruntergelassenen Plattform zum Schnorcheln in das türkisblaue Wasser. Was für ein entspannter Tag. Alle freuten sich jedoch schon auf den nächsten Morgen, an dem wir die quirlige Kleinstadt Pylos im Süden der Westküste des Peleponnes erreichen sollten, wo unsere Golf-Abenteuer begannen. Es ging zum Dunes Course im Golfresort Navarino. Dieser preisgekrönte Dünengolfplatz, der von dem zweimaligen US Masters Chameiner abwechslungsreichen Naturlandschaft mit spektakulären Meerblicken. Er bietet allen Golfern inmitten von üppigen Olivenhainen, wellenförmigen Grüns und breiten Fairways eine spannende Herausforderung. Markus, unser PGA-Pro, erzählte in diesem Zusammenhang von seinen golferischen Freuden als Pro, besonders mit den Super-Senioren. Ein Glück, dass unsere Gruppe in erster Linie aus flotten Senioren-Golfern bestand, wie Karin aus Berlin. Seit fünf Jahren alleinstehend, hat sie erst mit Ende 60 überhaupt mit Sport begonnen und ebenda das Golfen für sich entdeckt. Single-Reisen seien ihr zu fade, deswegen schließt sie sich gerne solchen „Exklusiv-Grüppchen“ an.
Weil das Schiff in dieser Nacht im kleinen Hafen von Pylos liegen blieb, war es eine gute Idee, gemeinsam in einer typisch griechischen Hafen-Taverne zu Abend zu essen. Die Portionen an gegrilltem Fleisch, gebratenem Fisch, frischem Gemüse und delikaten Desserts forderten so manchen Ouzo. Ausgeruht stand am nächsten Tag der Bay Course vom Costa Navarino Resort auf dem Programm. Überaus attraktiv liegt der von Robert Trent Jones Jr. gestaltete Bay Course direkt am Meer. Ein traumhafter Golfkurs. Ein besonderer Abend stand auf dem Programm: Captains-Dinner. Nein, Cocktailkleid für die Damen und Dinnerjacket für Herren waren nicht notwendig. Auch bei höchstem Qualitätsanspruch der eleganten „Running on Waves“, sie ist eine Kreuzfahrt-Segelyacht. Dresscode: sportlich-elegant. Nur Kapitän Aleksander zeigte sich seinem Status entsprechend in formeller Uniform. Spannend waren seine Erzählungen über die Offizierskarriere – vom Kadetten bis zum Kapitän. Nach dem luftigen Golftag und den Abendgenüssen im Restaurant lud ein golffreier Tag auf Kythira ein, die Insel der Aphrodite. Wer an Bord blieb, ließ sich im Jacuzzi besprudeln, las von seinem E-book, sonnte sich oder schaute den Seeleuten bei der Arbeit zu, wie oft … mit einem frischen Drink in der Hand. Am Abend nahm die „Running on Waves“ Kurs auf Kretas Hauptstadt Heraklion.
Munter und motiviert standen alle Golfer am nächsten Morgen an der Gangway zur Abfahrt bereit. Schon das Clubhaus des Resorts von Crete Golf Club war eindrucksvoll. Markus, unser Pro und Motivator, half mit kleinen Tipps und Tricks, diesen anspruchsvollen Platz zu genießen. Wir sahen das Golferlebnis als Proberunde, denn am nächsten Tag stand das Abschlussturnier auf dem Programm. Fröhlich und zufrieden nach einigen Stunden hart am Wind hieß es Kleidung und Golfausrüstung ordnen und sich bei Snacks und Drinks einfach in die Club-Sessel fallen lassen. Dann wurde es lebhaft: „Wie war’s, hast Du wirklich Pars gespielt oder waren es vielleicht doch Double-Bogeys?“ Doch Markus bestätigte in seiner launigen Siegerehrung, dass alle über ihre Verhältnisse gut gespielt hätten und sich jeder als Sieger fühlen dürfte, was in der Golfer-Runde dann mit lautem „Jamas“ zu gegenseitiger Anerkennung führte. Am Abend des letzten Tages ging es dann in einer typischen kretischen Taverne noch einmal richtig griechisch lebhaft zu. Griechischer Landwein, hier und da ein Ouzo, Golf und Segelerlebnisse, Begegnungen, Tenderbootfahrten und Bordleben wurden noch einmal amüsant in Erinnerung gerufen. Dann hieß es mit „Kali Nichta“ Abschied nehmen, Abschied von neuen Golffreunden und „unserer Running on Waves“. Die außergewöhnliche Idee, mit diesem Ausnahmeschiff vor oder in der Nähe von Golfplätzen zu ankern, findet viel Anklang und ist etwas ganz Besonderes. Wir danken dem Team von Golf & Sail Cruises, Dorothee, Burkhard und Jens, für die tolle Betreuung und dass sie uns bei allen noch so kleinen Wehwechen immer hilfsbereit zur Seite gestanden haben.

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