Mystik, Golf und eine Luxusoase
Aus dem göttlichen Milchmeer

Mystik, Golf und eine Luxusoase

Aufgrund des Indochina-Krieges und der Machtergreifung der Khmer Rouge war Kambodscha lange Zeit für die Außenwelt abgeschnitten, öffnete sich vor rund zehn Jahren den ausländischen Besuchern und bietet heute neben ihren architektonischen Wunderwerken zwei sensationelle Golfkurse und mit dem "Amansara" ein einzigartiges Luxus-Refugium.

Das Weltwunder Siem Reap mit seinem internationalen Flughafen bietet sich als das ideale Ziel eines Kambodscha-Besuches an. Neben der Hauptstadt des Königreiches Phnom Phen ist Siem Reap untrennbar mit dem sagenhaften Tempelbezirk von Angkor verbunden. Angkor, seit 1992 UNESCO -Weltkulturerbe, ist ein überragendes Zeugnis der Khmer Kultur, die im 12. Jahrhundert ihren Höhepunkt fand. Mehr als 200 mystische Tempel finden sich auf der 20 Hektar großen Anlage, die die Khmer für ihre Götter im Dschungel erbauten. Viele dieser Tempel sind von riesigen Wurzeln der Banyan-Bäume umschlungen und mit unzähligen Friesen geschmückt. Die über 800m langen Flachreliefs von Angkor Thom sind die längsten der Welt und die Anlage Angkor Wat (aus dem Sanskrit für „die christliche Stadt der Klöster“) wurde zu den neuen 7 Weltwundern gewählt.

Die Luxusoase Amansara
Unweit der gigantischen Tempelanlage ließ 1962 König Norodom Sihanouk eine Villa für seine Gäste erbauen und seit 2002 – nach aufwendigen aber stilgerechten Restaurierungen – von den Aman-Resorts zur Luxusoase umfunktioniert: das Amansara. Der Name setzt sich aus aman, aus dem Sanskrit für „Frieden“, und apsara zusammen. Apsaras sind Himmelsnymphen, die einem hinduistischen Schöpfungsmythos zufolge aus dem göttlichen Milchmeer geboren wurden. Amansaras Suiten mit ihrem ineinander übergehenden Wohn- und Schlafbereich samt Schreibtisch und Essbereich, dem grauen Terrazzo-Natursteinboden und den dunklen Massivholzmöbel setzen edle Akzente. Zwei Stufen führen in das tiefer liegende Bad, das rund ein Drittel des Raumes einnimmt und mit zwei Waschtischen, einer großen Badewanne sowie einer separaten Dusche und Toilette ausgestattet ist.
Die Suiten öffnen sich zu einem privaten Innenhof mit kleinem kambodschanischen Wassergarten und Outdoor-Lounge. Die Pool-Suiten haben jeweils eine Fläche von 80m², einen eigenen 6 x 5 Meter großen Pool sowie einen Essbereich im Innenhof. Der Dining-Room liegt in der Nähe des Swimmingpools und ist das Herzstück des Resorts. „Wir wollen die Atmosphäre eines kultivierten Privathauses vermitteln“, meint der umsichtige GM Siddharth Mehra „die Küche bietet rund um die Uhr für unsere Gäste asiatische und internationale Spezialitäten und serviert auch gerne ein Menü nach eigenen Wünschen“. Eine Bibliothek, Gallery, Swimming- und Lappool sowie ein Spa ergänzen das großzügige Refugium. Die Behandlungen des Amansara Spa basieren auf traditionellen Khmer-Philosophien. Eine Besonderheit unter den Massagen ist „Teap Bourn“, übersetzt „vier heilende Himmelsengel“. Diese intuitive, ölfreie Massage wird durch einen blinden Therapeuten vorgenommen.

Einzigartige Ausflüge in einzigartigen Vehikeln
Tempeltouren sind ein wichtiger Teil des Amansara-Erlebnisses. Für die Ausflüge steht jedem Gast ein schwarz designtes Tuk-Tuk aus der hoteleigenen Flotte nebst Chauffeur und Guides, die ausgewählte Experten sowohl in der historischen Khmer- als auch der modernen Geschichte Kambodschas sind, zur Verfügung.       


Zwei sensationelle Golfkurse
Nach einer 20-minütigen Autofahrt mit dem Mercedes-Oldie aus der Amansara Flotte wartet der am 8. April 2007 offiziell eröffnete Phokeethra Golf Club. Das Thai V-Golf Design entwarf in das 155 Hektar Areal, wobei die Hälfte aus Wasser besteht, 18 aufregende Spielbahnen, die zu den schwersten fünf Kursen Asiens zählen. Perfekt gepflegt, mit einem großzügigen Clubhaus versehen, bietet die Anlage jeden Komfort und kann mit den Topkursen Asiens zweifellos mithalten. Ein weiteres Juwel – nur 10 Minuten vom Amansara entfernt – wurde Anfang des heurigen Jahres zum Spielbetrieb freigegeben, nachdem sein Architekt persönlich die Premierenrunde vollzog: Nick Faldo weihte das Angkor Golf Resort mit einer 5 über Par Runde ein und zeigte sich ob der Realisierung seines Entwurfes begeistert. „Meine Ideen wurden optimal umgesetzt“, freute sich der mehrfache Majorturniersieger. Trotz der 7.279 Yards bei Par 72 lässt sich der Kurs bei einiger Präzision leicht bewältigen, denn sowohl Semirough, Rough als auch die 82 Bunker werden von über 300 Platzarbeitern manikürt. „Geplant sind ein 5-Sterne Hotel, der Bau von Villen entlang der Spielbahnen sowie ein luxuriöses Clubhaus (das derzeitige ist zwar klein aber trotzdem gemütlich und elegant)“, weiß der schottische Golfmanager Adam Robertson. 20 Mitglieder, darunter der Premierminister von Kambodscha, erfreuen sich der Top-Anlage, die derzeit nur von einigen koreanischen  Greenfeespielern entdeckt wurde.