GOLFEN IN IRLAND UND NORDIRLAND
DIE IMPOSANTE GOLFINSEL

Irland und der Norden Irlands ist ein Paradies für Golfer – dafür sorgen hervorragende Golfplätze in spektakulärer Umgebung und die unvergleichliche Gastfreundschaft.

Irland misst von Norden bis Süden ungefähr 450 Kilometer und verfügt über mehr als 400 Golfplätze. Oder anders – zugegeben ein wenig übertrieben – ausgedrückt: Die 260 Kilometer breite Insel ist eine einzige grüne Spielwiese! Aber auch wenn die reinen Zahlen beeindruckend sind, noch viel imposanter ist, was Irland und Nordirland Golfern zu bieten hat. Von Ballyliffin, dem nördlichsten Platz der Insel, bis zum Old Head of Kinsale an der Südspitze, findet man ein breit gefächertes Angebot. Dreißig Prozent aller Links Courses der Welt, jene weitgehend von der Natur geschaffenen Plätze in den Dünen der Küstenlandschaft, findet man in den 26 irischen und sechs nordirischen Grafschaften – und viele davon gehören zu den Besten der Welt. Das renommierte US-Golfmagazin Golf Digest hat in seinem Ranking der weltbesten Golfplätze den Royal County Down in Nordirland an die Spitze seiner Top 100 gesetzt. Dabei verwies der mehr als 120 Jahre alte Platz den Augusta National GC auf den 2. Platz. Zusätzlich finden sich in dieser elitären Liste die Plätze in Portmarnock (Old) in der Nähe von Dublin auf Rang 24, Royal Portrush in Nordirland, 2019 Austragungsort der British Open, auf Rang 27 sowie Lahinch im County Clare auf Rang 65. Der Platz des Golfclubs Royal County Down überzeugte die Jury durch seine einmalige Lage an der Dundrum Bay, mit den Mourne Mountains im Süden und seinen Ginster bewachsenen Dünen. Der von Tom Morris entworfene Platz hat im Lauf seiner Geschichte mehrere Verfeinerungen durch namhafte Golfplatzarchitekten erfahren. Auch andere irische Links-Klassiker wie Waterville und Ballybunion genießen Weltruf. Doch selbst unter den irischen Links Courses gibt es noch viele weitgehend unentdeckte Juwelen. Plätze, die nicht überlaufen sind und deshalb günstiger sind wie etwa Ballyliffin (Irish Open 2018), Donegal (Murvagh), Enniscrone, Portstewart (lt. Rory McIlroy ein verborgenes Juwel Nordirlands. Gleich drei 18-Loch-Plätze finden sich an diesem felsigen Küstenabschnitt mit wunderbaren Stränden und malerischen Flüssen), Rosapenna, Carne oder Sligo, um nur einige zu nennen. Doch grandiose Golfplätze findet man nicht nur entlang der Küste. Auch im Landesinneren wurden in der langen irischen Golfgeschichte – der irische Golfverband ist mit seinem Gründungsjahr 1891 der älteste nationale Golfverband der Welt – viele Parkland Courses geschaffen, die zur internationalen Spitzenklasse zählen. Ein Land mit einer für Golf wie geschaffenen Topographie hat natürlich auch die ganz großen Stars der Golfplatz-Architektur zu Meisterwerken inspiriert. Der australische Meistergolfer Greg Norman entwarf in den riesigen Dünen der Westküste Doonbeg, einen modernen Links Course, der von Donald Trump erworben wurde und in Trump International Golf Links & Hotel Ireland umbenannt wurde. Nick Faldo neuestes Meisterwerk, Lough Erne in Enniskillen, liegt im nordirischen County Fermanagh. Jack Nicklaus, Arnold Palmer, Bernhard Langer, Robert Trent Jones – sie alle haben Plätze entworfen, von denen Kenner schwärmen. 2006 war der K-Club von Architekt Palmer bei Dublin Gastgeber des Ryder Cups und 2011 der Nicklaus-Platz von Killeen Castle Austragungsort des Solheim Cups, dem weiblichen Gegenstück zum Ryder Cup. Dass solch große Veranstaltungen immer wieder in Irland stattfinden, liegt einmal daran, dass irische Golfprofis Weltklasse sind. Rory McIlroy aus Holywood, einem Vorort von Belfast, hat bereits vier Majors gewonnen. Der Dubliner Padraig Harrington gewann drei, Graeme McDowell und Darren Clarke, die beide in Portrush wohnen, jeweils eins.

Abseits der Klassiker
Fast jedes Dorf verfügt über einen eigenen Golfplatz – und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Iren, macht eine Runde in einem der vielen, weitgehend unbekannten Clubs, zu einem Erlebnis. Wer nach der Runde mit den golfbegeisterten Iren – immerhin spielen mehr als zehn Prozent der knapp fünf Millionen Iren Golf – bei einem Guinness oder einem Hot Toddy (heißes Getränk aus Whiskey, heißem Wasser, Zitrone und Gewürzen) ins Gespräch kommt, wird so manchen Geheimtipp bekommen. All das lockt jedes Jahr mehr als 240.000 Golfer aus aller Welt nach Irland. Die International Association of Golf Tour Operators kürte die Insel mehrfach zur internationalen Golf-Destination des Jahres. Im Gegensatz zu anderen großen Golfländern sind alle Plätze auch für Gastspieler offen – vorausgesetzt man bucht rechtzeitig eine Startzeit. Wenn Sie keine eigenen Golfschläger mitgebracht haben, gibt es genügend Ausleihmöglichkeiten: Beim innovativen „Clubs To Hire“ Service können Sie gleich am Flughafen in Dublin Golfschläger leihen oder versuchen Sie auch „Clubs To Buy“ – für all jene, die ihre ausgeliehenen Schläger so sehr mögen, dass sie sie gleich kaufen wollen! Im Sommer sind die Tage lang: Bereits um 6.30 Uhr geht die Sonne auf und dunkel wird es erst nach 22.00 Uhr. Sie haben also ausreichend Zeit, um zu spielen. Vielerorts kommt schicke Freizeitkleidung gut an, doch manche traditionellere Clubs sehen im Dining-Room gerne Jackett und Krawatte.

Nordirland kann auch Parkland
Nur unweit vom weltberühmten Royal Portrush und an der Causeway Coastal Route liegt das Roe Park Resort und bietet eingebettet in den Roe Valley Country Park ein Golferlebnis der Extraklasse. Nicht weit entfernt lockt ein weiterer Parkland-Platz mit historischem Erbe. Wo auf dem Foyle Golf Centre zu Füßen der Donegal Hills nun das Loch 6 gespielt wird, spielten sich 1932 dramatische Szenen ab. Amelia Earhart, Pionierin der Luftfahrt, musste auf ihrem historischen Soloflug über den Atlantik an dieser Stelle notlanden. Nicht weniger beeindruckend ist der Galgorm Castle Golf Club mit einem Schloss aus dem 17. Jahrhundert, 40 Autominuten nordwestlich von Belfast. In dem angrenzenden Resort wohnen viele Spieler während der Irish Open in Portstewart.

Irland Information – Tourism Ireland:
www.ireland.com

Gigantische Aussichten
Rund 190 Kilometer nach dem Aufbruch in Belfast hat man auf der Causeway Coastal Route in lauschigen Hafenorten wie Carnlough und Cushendun einen Irish Coffee getrunken, in Seebädern wie Portrush und Portstewart übernachtet und das Meer genossen. Man war in der farbströmenden Eiszeitlandschaft der Glens of Antrim und hat an der Biegung von der Ostküste zur Nordküste bis nach Schottland hinübersehen können. Aber vor allem war da der Giant‘s Causeway, der Pfad des Riesen mit seinen in der Sonne unwirklich goldrot leuchtenden Basaltquadern. Nicht von ungefähr hat das faszinierende Gebilde aus 38.000 achteckigen Säulen in der Mittelaltersaga Game of Thrones als gigantische Naturkulisse für Westeros gedient. Dem Mythos nach hat sie der Riese namens Finn McCool gebaut, um darauf übers Meer bis nach Schottland zu gelangen und sich mit einem Rivalen zu duellieren. Das ist nur eine der fantastischen Stationen auf dem Causeway Coastal Wanderpfad, der am Giant‘s Causeway beginnt und hoch über dem Meer bei der Ruine des Dunluce Castle endet, das wiederum in Game of Thrones als verwunschene Schlossruine auftaucht. Ein anderer Höhepunkt auf der Strecke ist die Carrick-a-Rede Rope Bridge. Die in schwindelnder Höhe vom Festland auf eine vorgelagerte Insel gespannte Hängeseilbrücke, auf der einst Lachsfischer ihre Netze ausgeworfen haben, kann man mit ein bisschen Mut überqueren. Und bald die Nase wieder im Wind der Straße, kehrt man in der Bushmills Distillery ein. Das historische Kleinod der frühen Industrialisierung bietet Führungen durch die Brennerei mit anschließender Verkostung einiger Whiskeys an – und man kann sich von der Güteklasse der alten Brennkunst einzigartiger Single Malts überzeugen. Vielleicht hat man nun Lust auf eine Spritztour übers Wasser. Vom kleinen Ort Ballycastle rauscht eine Fähre hinüber nach Rathlin Island zu einem der erstaunlichsten Leuchttürme des Nordens. Rathlin West Light ist Teil des großartigen Great Lighthouses of Ireland Trail. Und nicht zu vergessen der Besuch auf Islandmagee, wo der edwardianische Klippenpfad The Gobbins mit Tunnel- und Hängebrücken, durch Höhlen und rund um schäumende Buchten enlang der Küstenklippen führt. Die Antrim Coastal Road führt Meile um Meile in eine so wundersame wie überraschende Welt.

Irland
Fläche: 70.273 km²
Einwohner: rund 4,8 Millionen
Golfplätze: ca. 310
Die Top 10*:
1. Ballybunion (Old)
2. Lahinch (Old)
3. Portmarnock ( Championship)
4. European Club
5. Waterville
6. Trump International Ireland
7. County Sligo (Championship)
8. The Island
9. Ballyliffin (Glasheady)
10. County Louth

Nordirland
Fläche: 13.843 km²
Einwohner: rund 1,9 Millionen
Golfplätze: ca. 100
Die Top 10*:
1. Royal County Down (Championship)
2. Royal Portrush (Dunluce)
3. Portstewart (Strand)
4. Lough Erne (Faldo)
5. Castelrock (Mussenden)
6. Royal Portrush (Valley)
7. Malone (Drumbridge)
8. Ardglass
9. Belvoir Park
10. Clandeboye (Dufferin)

*Quelle: Top 100 Golfcourses

Das 19. Loch
Ob im traditionellen Pub im Dorf oder im Clubhaus, ein Höhepunkt des Golfens in Irland ist der herzliche Empfang und der „Craic“ (Spaß) nach einer Golfrunde. Bei traditioneller Live-Musik in einem ländlichen Pub oder bei einer Feinschmeckermahlzeit in einem Gastropub werden Sie feststellen, dass die guten Schläge fast perfekt werden, wenn man der Runde davon erzählt.

Meinungen von Golfstars über Nordirland

„Nordirland hat ohne Frage einige der schönsten Golfplätze der Welt“
Darren Clarke, British Open Champion 2011

„Ich bin stolz, aus Nordirland zu kommen, und werde nie müde, von meiner Heimat zu schwärmen!“
Rory McIlroy, 4-facher Majorsieger

„Hier gibt es alles, was man sich von einem großartigen Golf-Tag erwartet: sportliche Herausforderungen, atemberaubende Ausblicke und unvergleichliche Gastfreundschaft“
Graeme McDowell, US Open Sieger 2010

„Die Landschaften sind unglaublich und die Menschen außergewöhnlich“
Keegan Bradley, PGA Championship Gewinner 2011