Emiglia Romana
Golf in der Emiglia Romana, Norditalien

Sonne, Golf und Pasta

„Echter“ Parmesankäse, zarter Parmaschinken und würziger Balsamico-Essig, all diese Gaumenfreuden kommen aus der Emilia Romagna. Einer Region im nördlichen Italien, die nicht nur für Feinschmecker, sondern auch für Golffans hohen Genuss verspricht.


Auf 22.000 km2 – von Rimini über Bologna, Modena bis Piacenza – erstreckt sich die, nach der Lombardei und dem Aostatal, drittwohlhabendste Region Italiens: Emilia (der Name stammt aus der römischen Via Aemilia) Romagna (Ostteil des Gebietes am Adriatischen Meer, die Jahrhunderte lang zum Kirchenstaat gehörte). Heimat der italienischen Sportwagenmarken Ferrari – mit neu eröffnetem Museum in Maranello –, Lamborghini oder Maserati wird sie auch „Terra di Motori“ – Land der Motoren – genannt. Im Raum Modena wird der echte Balsamico-Essig nach alter Tradition produziert und die Provinz Reggio Emilia und Parma sind das Zuhause des „echten“ Parmesans. In den Hügeln von Parma wird der Parmaschinken erzeugt und Parma ist auch Hauptsitz des Lebensmittelkonzerns Barilla, einer der größten Pasta-Hersteller der Welt. Für Kulturliebhaber warten die byzantischen Meisterwerke von Ravenna, das mittelalterliche Baptisterium von Benedetto Antelami in Parma, der Malatesta-Tempel von Rimini, die romanische Kirche S. Mercuriale in Forli, das alte Rathaus von Piacenza, die Wallfahrtskirche Madonna della Ghiara aus dem 17. Jahrhundert in Reggio Emilia, die herrliche Galleria Estense in Modena sowie die gut erhaltene Altstadt von Ferrara. In der Hauptstadt Bologna, Sitz der ältesten italienischen Universität (aus dem 11. Jahrhundert), in der derzeit von den 400.000 Einwohnern rund 80.000 Studenten leben, beeindrucken die insgesamt 38 km langen Arkaden, die ursprünglich entstanden sind, um die oberen Stockwerke auszubauen und so mehr Wohnraum schaffen zu können, aber auch die beiden schiefen Türme Torre degli Asinelli und Torre della Garisenda, Piazza Maggiore mit den großen mittelalterlichen Gebäuden und die gotische Basilika S. Petronio, in der Karl V. im Jahre 1530 zum Kaiser gekrönt wurde.

Viele verbinden Italien mit Badeurlaub bei sommerlichen Temperaturen. Auch davon bietet die Emilia Romagna eine imposante Auswahl: von den Thermalbädern in Salsomaggiore bis zu den berühmten Stränden der Adriaküste von Cattolica über Riccione, Rimini oder Milano Marittima.

Und jetzt kommt der Clou: Mit 25 Golfplätzen und insgesamt 387 Spielbahnen ist die Emilia Romagna die Golfregion Italiens schlechthin. Herausragend die 27 Loch Anlage des Adriatic GC Cervia: nur wenige Minuten vom Meer entfernt kann der Golfer aus 3 verschiedenartig designten 9 Lochkursen wählen: den klassisch schottischen Links, den engen Parklandkurs oder den mit zahlreichen Wasserhindernissen versehenen American-style Kurs.

Innerhalb von 50 km sind zwei weitere interessante 18 Lochplätze zu finden: der Rimini GC und das vor einigen Jahren fertig gestellte Riviera Golf Resort mit angeschlossenem modernen 32 Suiten Hotel.
Auf dem Weg von Rimini in Richtung Bologna sollte man im GC Le Fonti in Castel San Pietro Terme Station machen. Der leicht hügelige 18 Loch Kurs ist abwechslungsreich und das idyllisch gelegene Clubhaus bietet ein gepflegtes Restaurant.

Zwei weitere Golfhighlights liegen nur 25 km voneinander entfernt: der GC Bologna und der Modena GCC. Während der GC Bologna in einem Hügelgebiet liegt und mit Panoramaausblicken aufwarten kann, ein bewundernswert in die Landschaft eingepasstes Clubhaus mit hervorragender Küche bietet, besticht der Modena Golf & Country Club mit seinem 100 Hektar großen mit Schwimmbad, Tennisplätzen und Sportplatz versehenen völlig ebenen Areal. Durch die weitläufigen Greens und Tees, die Gestaltung der Fairways und die fünf künstlichen Seen ist dieser Kurs ein idealer Austragungsort für hochklassige Turniere, wie das Italian Open, dessen 50. Turnier hier veranstaltet wurde. Bernhard Langer entwarf diesen sehr beliebten und stets stark frequentierten Golfkurs, der zu den besten Zehn Italiens zählt.