Toskana
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Ein Reisebericht in die Toskana

Die Region Toskana ist immer wieder faszinierend und jeder Tag birgt ein wunderschönes Erlebnis. Für Kunstsinnige, Genießer und allen voran für Golfer. Auch wenn man die Gegend schon öfters besucht hat, es eröffnen sich immer wieder neue Blickwinkel und Entdeckungen, meint unsere Autorin Nicole Höll.

Ich oute mich als Italienfan. Die Sprache, die Küche, die Leute und das berühmte „dolce far niente“ sind für mich immer wieder ein Reise wert. Speziell die Region Toskana ist seit vielen Jahren meine Favoriten-Destination. Mit der Kombination Golf jedoch hat diese Gegend für mich eine neue Bedeutung bekommen. Die Idee einer „Herbst-Golf-Toskana-Genuss-Reise“ stand schon länger auf unserer Wunschliste und im vergangenen Oktober setzten wir den Wunsch in die Tat um. Auslöser war eine Einladung den elitären Golfplatz „Castiglion del Bosco“ zu spielen. Als ersten Zwischenstopp hatten wir eine Nacht im „Palazzo di Varignana“ eingeplant. Das Resort liegt auf den Hügeln vor Bologna und jeder Ausblick verleitet zu „Ah’s und Oh’s“. Nach einem sensationellen Mittagessen hatte uns das perfekt geschulte Rezeptionsteam kurzerhand eine Abschlagszeit am „Golfplatz Le Fonti“ reserviert. Die Schläge auf dem wirklich empfehlenswerten Platz klappten auch hervorragend und ich blickte zuversichtlich auf die nächsten Golftage. Retour im Hotel relaxten wir im exklusiven Spa-Bereich. Die Leiterin empfahl uns den „Aufguss mit Tanzeinlage“ – das muss man erlebt haben! Nach einem fantastischen Abend-Dinner empfiehlt sich ein Spaziergang durch die Parkanlage des Resorts. Diese ist nicht umsonst zu den schönsten Gärten Italiens gewählt worden – Romantik pur!

Gourmets und Wellnessfans aufgepasst
Am nächsten Tag stand die Fahrt zu unserem nächsten Ziel – dem Hotel Adler Therme – an. Dieses 5-Sterne Spa und Relax Resort findet man an einem der schönsten Flecken Italiens. Eingebettet in die Hügellandschaft der Toskana und erbaut auf einem aufgelassenen Travertie-Steinbruch ist dieses Hotel ein Ort, wo das Gefühl für die Zeit verloren gehen kann. Mein erster Gedanke war „die Kulisse ist wie geschafften für einen Image-Film über die Toskana“ und mein zweiter Gedanke „hier möchte ich nie wieder weg“. Den zweiten Gedanken hatte auch der österreichische Geschäftsführer Anton Pichler, der seit Jahren an diesem traumhaften Ort lebt und uns Tag für Tag mit den besten Insider-Tipps versorgte. Das Hotel bietet ein derart umfangreiches Angebot, indoor und outdoor, dass man es eigentlich gar nicht verlassen sollte. Besonnen auf den eigentlichen Grund der Reise – der Golfplatz „Castiglione del Bosco“ – freuten wir uns nun auf den außergewöhnlichen Platz… und zwar außergewöhnlich in jeder Hinsicht. Schon im Vorfeld hatten wir einiges gehört „einer der besten Plätze der Welt“, „exklusiv mit Privatsphäre “, so dass ich fast ein wenig nervös war diesen Platz spielen zu dürfen. Vorausgesetzt man findet ihn, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Denn ca. 20 Einheimische zuckten die Achseln, als wir nach dem Weg fragten. Aber irgendwann kommt jeder ans Ziel – wow! Ich war nicht überrascht – ich war überwältigt. Vom Tee bis hin zu den Grüns, vom Service bis zur Architektur – der Platz hat uns schwer beeindruckt. Interner Wetteinsatz für diesen Tag: Eine Glas Brunello. Mein unglaublich schlechtes Spiel an diesem Tag habe ich anschließend damit gerechtfertigt, dass mich die traumhafte Landschaft so abgelenkt hat. Das 19. Loch „Brunello-Hole“ aller dings habe ich wieder Par gespielt – klar, hier ging es auch immerhin um ein Glas des edlen Rotweins (und der kostet schließlich auch 11 Euro pro Achterl). Ebenfalls beeindruckend auf andere Art und Weise sind die Greenfee-Preise – daher empfiehlt es sich bei einem Urlaub in der Adler-Therme unbedingt auch die anderen Golfplätze mit humaneren Preisen zu spielen wie beispielsweise den Golfplatz des GC Valdichiana mit Neun-Loch-Anlage oder den Golfclub Lamborghini. Den kommenden Tag verbrachten wir im Hotel und genossen jede einzelne Minute. Vom Sonnenaufgang in der Thermal- und Poollandschaft ADLER AQUAE, einem Frühstücksbuffet der Luxusklasse bis hin zu den erstklassigen Anwendungen mit der hauseigenen Bio-Kosmetiklinie. Spa-Managerin Minnie Romano und ihr Team aus über 40 Fachkräften, Ärzten und Therapeuten verwöhnen die Gäste mit über 120 Beauty- und Wellness anwen dungen aus aller Welt und für jedes Alter. Das Resort zählt mit Recht zu den besten Wellness hotels Italiens und unserer Meinung nach auch im kulinarischen Bereich zur „Oberliga“. Von der Freundlichkeit des Personals (wie wir es in dieser Art noch nicht erlebt haben) bis hin zum Wellnessbereich – in diesem Haus stimmt einfach alles bis ins kleinste Detail.

Thermen-Golf
Zugegeben, aus der Toskana sind wir nicht gerne abgereist, aber es erwartete uns noch ein Aufenthalt im Hotel Esplanade Tergesteo, eines der „Leading Hotels“ der Montegrotto Terme. Wir waren nun auch froh, dass wir noch zwei Tage Zeit hatten, da die Region ein idealer Ausgangspunkt für Golfer ist. Nur wenige Kilometer vom Hotel entfernt, befinden sich neun wunderschöne Golfplätze. Die Anlagen der drei exklusivsten Golf Clubs Padova, Montecchia und Frassanelle sind in einem Umkreis von nur zwanzig Kilometern in einer der schönsten Naturlandschaften inmitten des Venetos gebettet. Hier werden vom Hotel auch vergünstigte Golf-Packages angeboten. Wir buchten eine Abschlagszeit im GC Frassanelle. Der 18-Loch-Platz liegt in einem Park von über 200 Hektar und man wähnt sich in einem Paradies aus Flora und Fauna. Unvergesslich ist das 15. Loch, ein Par 3 von 150 Metern, das umgeben ist von einem mystischen See – märchenhaft. Den – leider schon letzten Tag des Urlaubs – nutzten wir nochmals um die umfangreichen Spa- und Wellnessangebote des Hotels auszukosten. Neben den weltbekannten Thermalkuren mit Fango hat sich dieses 5-Sterne-Hotel auch auf Ayurveda sowie Beauty- und Spa spezialiert. Aber nicht nur der Körper, sondern auch der Gaumen wird verwöhnt. In der Küche werden Gerichte für jedes Bedürfnis kreiert, nicht zu vergessen die täglich frischen Köstlichkeiten und süßen Versuchungen des Patissiers. Gefühlte 5 Kilogramm schwerer verlassen wir das Hotel glücklich, relaxt und entspannt und vor allem mit der Gewissheit, nicht zum letzten Mal hier gewesen zu sein.

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