ExtraGolf & Reisen Frühjahr 2026

ExtraGolf&REISEN | Frühjahr 2026 www.extra.golf 036 Greenkeeping 2.0. Sie gleiten über den Golfplatz wie ein gelungener Putt, sind lautlos, vollautomatisch und emissionsfrei. Mähroboter mit GPS-Navigation haben inzwischen die Golfplatzpflege revolutioniert und bringen die Halme auf Fairways und Roughs auf die perfekte Länge. Besonders wenn sie Hannes Zopf (36), Sohn des Pioniers der Greenkeeper-Ausbildung in Österreich und Course Superintendent Hein Zopf, in die Hände fallen. Konkret heißt das: Hannes programmiert die Mäh-Bots so, dass der Ball immer obenauf liegt, also genug Rasen hat, um beim Schlag drunter zu kommen. Mehr geht nicht! “ ICH PROGRAMMIERE DEN PERFEKTEN SCHNITT“ MIT HANNES ZOPF MÄHROBOTER-EXPERTE, DER FLIESSEND DIE SPRACHE DER KLEINEN LEISEN MÄHER SPRICHT TALKING GOLF Persönlichkeiten im Gespräch mit ExtraGolf & Reisen Redakteurin Barbara Behrendt Statt lärmender Traktoren surren immer mehr elektrische, autonome Hightech-Geräte über die Spielbahnen. Sie sind weltweit ein Trendthema, obwohl schon seit über zehn Jahren im Einsatz, und den Umbruch im Greenkeeping kennzeichnet. Fakt ist: Wenn der Rasen auf dem Platz bespielbar sein soll, muss er regelmäßig gemäht werden. Was das für Hannes Zopf bedeutet, der in Zeiten knapper Ressourcen und Automatisierung sich der Programmierung dieser kleinen Helfer verschrieben hat, erzählt er im Gespräch mit ExtraGolf & Reisen. Golfplätze brauchen heute mehr als nur einen gepflegten Rasen. Was kann dazu ein Mähroboter beitragen? Verlässlichkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit - das sind die drei wichtigsten Leistungen, die ein Platz braucht und die nur Rasenroboter gleichzeitig liefern können. Mit einem permanenten Pflegeschnitt erreichen sie eine gleichbleibend hohe Rasenqualität, die mit den herkömmlichen Methoden kaum noch wirtschaftlich zu erreichen sind. Die Pflege von Golfplätzen steht immer noch vor einem grundsätzlichen Wandel. Steigende Qualitätsansprüche, Fachkräftemangel und der Druck, nachhaltig zu wirtschaften erfordern neue Lösungen. Ja, und genau hier setze ich mit den Geräten von Roboti Gartentechnik an. Mein Ziel ist es, moderne Technologie dort einzusetzen, wo sie einen echten Mehrwert schafft – Rasenroboter sind für Golfplätze längst kein Luxus mehr, sondern eine unumgängliche Notwendigkeit. Was kannst Du bei der Programmierung, was andere nicht können? Ich verstehe den Rasen, denn jede Bahn ist individuell, und ich muss wissen, was Golferinnen und Golfer erwarten. Darauf stelle ich die Technologie ein. Die Flotte besteht aus sieben Modellen, die vier verschiedene Schnitthöhen zwischen 10 und 60 mm erledigen, außer Green und Vorgreen. Und dann gibt es noch einen Allrad-Mäher, der wunderbar die Hügel auf der Golfplatz-Anlage erklimmt. Der größte Roboti-Mäher schafft bis zu 30.000 m2 Fairway am Tag. Desto tiefer der Roboter mäht, desto mehr Akkukapazität braucht er, daraus errechne ich die Kapazität. So können die Mähroboter auch mal einen Tag stehen bleiben. Zu Deinen Aufgaben gehört dann sicherlich auch die Ausbildung der Greenkeeper, die die Roboter bedienen. Ja, das ist sehr wichtig. Da ich viel über das Greenkeeping und über die notwendigen Pflegeabläufe weiß, ebenfalls auch selbst Golfer bin kann ich mich mit dem Team auf Augenhöhe austauschen. Was bedeutet für Dich Rasenqualität auf höchstem Niveau, und was tragen die von Dir programmierten Mäher dazu bei? Gleichmäßige Schnitthöhen, dichte Grasnarben und dauerhaft bespielbare Flächen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mähern entsteht kein Stressschnitt, sondern ein permanenter Pflegeschnitt, der das Gras stärkt, Krankheiten reduziert und die Spielqualität nachhaltig verbessert. Für Tees, Fairways und Semiroughs bedeutet das konstante Bedingungen, ein entscheidender Faktor für Spielerzufriedenheit und Turnierstandards. Was sind zudem die Gründe, warum Golfplatzbetreiber in Zukunft nicht mehr ohne Rasenroboter auskommen werden? Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Rasenroboter arbeiten emissionsfrei, leise und energieeffizient, senken langfristig Betriebs- und Personalkosten und entlasten das Greenkeeping-Team von zeitintensiven Routinearbeiten. So bleibt mehr Zeit zum Beispiel für Platzentwicklung und individuelle Pflege. Mähroboter sind kein Ersatz für Menschen, sondern Werkzeuge, die Qualität sichern. www.roboti.at

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