Arno Gasser
Arno Gasser … der Region etwas zurückgeben

Arno Gasser (48), ist seit 2011 Clubmanager des GC Montfort Rankweil und Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Golf Management GmbH. Sein beruflicher Einstieg in das Golfclub-Management ist nicht gerade typisch: Er kam aus dem Personalwesen im Sozialbereich. Im Gespräch mit ExtraGolf & Reisen-Redakteurin Barbara Behrendt startete er zu seiner früheren beruflichen Tätigkeit gleich mit einem süffisanten Kommentar: „Früher hatte ich mit kleinen Kindern zu tun – heute mit großen Kindern – nämlich mit Golfern!“

Wie definiert sich die Marktposition des GC Montfort Rankweil?
Wir haben uns als Mitgliederclub positioniert, können aber stetige Zuwächse von Greenfee-Spielern verzeichnen. So besuchten uns im Jahr 2018 bereits über 8000. Dabei spricht unsere zentrale Lage mitten im Rheintal für uns, besonders für Gäste aus dem Ballungsraum Zürich und dem gesamten Bodenseeraum. Außerdem liegt unser Platz nur zwei Minuten von der Autobahn entfernt – und trotzdem befinden wir uns mitten im Grünen. Der Golfpark Montfort bietet sich somit als Kurz-Urlaub oder auch als „Stop-Over-Destination“ auf der Nord-Süd-Achse zwischen Süddeutschland und Norditalien und in West-Ost-Richtung zwischen Schweiz und der Alpe-Adria-Region an.

Muss ein Clubmanager auch ein Golfer sein?
Ja, unbedingt. Er muss wissen wie Golfer „ticken“. Er muss den sportlichen Anspruch verstehen. Ich selbst komme leider wenig zum Spielen, wenn, dann gehe ich ein paar Löcher am späten Abend, um im Training zu bleiben. Einen Golfclub zu leiten entspricht der Führung eines mittelständischen Betriebes. Die Verantwortung für die gesamte Infrastruktur, also für das Anlagevermögen, wirtschaftlich und nach Recht und Gesetz zu agieren, fordert schon Können, Geschick und Sachlichkeit. In unserer Betreibergesellschaft sind 14 Kollegen fix beschäftigt, hinzu kommen die Mitarbeiter der Pachtbetriebe wie Gastronomie, Golfschule und Pro-Shop. Wir sind gegenüber unserem Verein mit 800 Mitgliedern und unseren liebsten Gästen, den Greenfee-Spielern, mit Qualität und Service verpflichtet.

Wie sind die Besitzverhältnisse im GC Montfort?
Alleiniger Gesellschafter ist Dr. Richard Fischer. Von ihm stammt der auf einer Tafel vor dem Clubhaus in Stein gemeißelte Ausspruch: „Golf ist so wie das Leben, manchmal Freude, manchmal Leiden und das Ziel ist die Bewegung“. Dr. Fischer ist überzeugter Rankweiler, erfolgreicher Unternehmer mit fast 1000 Mitarbeitern. Mit seinem Investment für den Bau eines Golfparks wollte er der Region etwas zurückgeben.

Wie hoch beziffern Sie das Investment?
Man darf ohne Übertreibung von einem siebenstelligen Betrag für den Ausbau der gesamten Golfanlage inklusive des Clubhauses ausgehen.

Und wie fing es mit dem Golfpark an?
Der Bau des Platzes begann 2006. Zentrum ist das architektonisch einmalige Clubhaus von Architekt Wolfgang Mähr. Als ausgewiesener Golfer ist Mähr auch beratender Platzdesigner gewesen, denn wo können Golfer 3, 5, 8 oder 12 Löcher spielen und immer wieder am Clubhaus landen, was bei uns für „afterwork-golfing“ ideal geht. Und der Begriff „Park“ stimmt auch. Der Baumbestand gleicht einer totalen Aufforstung in einer von Sandboden gezeichneten Maisfeld-Plantage. Mit der Gestaltung von Seen und Bächen, auf den sich wieder selten gesehene Wassertiere und Vögel angesiedelt haben, sprechen wir zurecht über einen Golfpark Montfort und nicht über einen normalen Golfplatz irgendwo.

Gab es dabei genehmigungstechnische Hürden zu überwinden?
Wie oft bei solchen Projekten ging auch bei uns nicht alles „straight forward“. Die Planungsangelegenheiten mit Bescheiden von Raumordnung und Naturschutz waren schon verwirrend. Letztendlich sind die Knoten aber alle entzerrt worden.

Und was sind die Ziele von Club-Manager Arno Gasser?
2018 bestand die Mitgliederstruktur aus 700 Erwachsenen und 100 Kindern. Inzwischen findet jedoch eine Mitgliederwanderung statt. Die Menschen sind nicht nur älter, sie sind auch mobiler in ihren Standortentscheidungen. Somit verlieren wir jedes Jahr etwa 5 % unserer Mitglieder, ohne dass irgendjemand verärgert wurde. Die Mitglieder-Neuanwerbung steht bei mir ganz oben auf der Agenda. Nicht nur für Vorarlberg mit seinen sieben Golfclubs, sondern im Allgemeinen muss es das Ziel sein, den Golfsport jünger zu machen und langfristig zu kommunizieren, dass das Golfen als Volksport wahrgenommen wird.

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