CITY & GOLF TRIEST I
Triest - Golf & Genuss in der "Citta del Caffe"

Triest, die „Perle der Adria“ wird liebevoll, voller Stolz und ganz offiziell auch „la capi tale del caffè«, die europäische Hauptstadt des Kaffees genannt, und das zu Recht! Triest ist aber auch die Stadt der Barcolana, die Stadt des Lichts, die Stadt der Winde, allen voran der Bora, die Stadt der Wissenschaft, die Stadt der Kaffeehäuser und der Literatur, die Stadt der Gegensätze und Kontraste, die Stadt der religiösen Toleranz, ein Schmelztiegel der Kulturen, elegante Hafenmetropole … und, und, und. Triest ist eine Stadt für Entdecker und Genießer. Auch Golfer kommen auf ihre Kosten: der GC Triest, als auch der GC Lipica sind beide nur ca. 20 Minuten vom Zentrum entfernt. In dieser Ausgabe stellen wir die Innenstadt, eines der Top-Hotels, die Kaffeekultur und den Golfplatz Triest vor. Übrigens: Wussten Sie, dass Triest auch „das kleine Wien an der Adria“ genannt wird? Unsere Restaurant- und Bar- Empfehlungen, Tipps für Ausflüge rund um Triest, die beiden weiteren Hotels sowie die Vorstellung des GC Lipica folgen in der nächsten Ausgabe.

Auto parken & los geht‘s

Die Innenstadt von Triest ist ganz gemütlich zu Fuß zu entdecken. In einem Radius von einem bis maximal zwei Kilometern kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber auch die Shoppingmeilen und Lokale abklappern. Für all jene, die auch bei weiteren Ausflügen das Auto stehen lassen wollen: es gibt ein sehr dichtes Bus-Netz mit optimalen Verbindungen nach Miramare, Duino, Opicina & Co. Tickets dafür kauft man in den Trafiken oder an den Zeitungskiosken. Einzelfahrten kosten ca. € 1,50, Tageskarten ca. € 4,50; oder am besten gleich die FVG-Card nehmen. Das ist die Touristenkarte (FVG steht für Friuli-Venezia-Giulia), mit der man auch kostenlos die meisten Museen besuchen kann und noch weitere Vergünstigungen bekommt.

Hotelempfehlungen

• Savoia Excelsior Palace
• Grand Hotel Duchi D’Aosta
• Ideal im Sommer: das Riviera & Maximilian’s Hotel Spa

Das Savoia liegt direkt an der Hafenpromenade Riva del Mandracchio 4. Unser Kaiser Franz Joseph hat schon gewusst, wo es schön ist und wie es sich fein wohnt; und so ließ er diesen prachtvollen Palast errichten, der damals als eines der luxuriösesten Hotels der k.u.k. Riviera galt. Der Kaiser hat zwar nie hier gewohnt, aber seine Badewanne wartet noch auf ihn. Das zur Starhotels-Gruppe gehörige Hotel wurde kürzlich komplett und perfekt renoviert. Die großzügigen Zimmer in sanften Creme- und Grautönen, die eleganten Marmorbäder, die Stuckdecken, die großen Spiegel, die hohen Räumlichkeiten mit stoffüberzogenen Wand- und Deckenleuchten & Co lassen den Glanz der Monarchie erahnen; und ein bisserl fühlt man sich hier auch wie ein Kaiser oder eine Kaiserin des 21. Jahrhunderts. Am besten eines der Zimmer mit Balkon und direktem Blick über den Golf von Triest buchen, z.B. 223. Zwei Besonderheiten sind noch zu erwähnen: der Park-Service (einfach Schlüssel an der Rezeption abgeben, sehr angenehm und kostet € 23,– pro Tag) und der ganz spezielle Hunde-Service. Die vierbeinigen Lieblinge bekommen sogar ein eigenes Hundebett, wahlweise in Blau oder Rosa.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum

• La Piazza dell’Unità d’Italia, DAS Aushängeschild von Triest
• Das von Maria Theresia schachbrettartig angelegte Stadtviertel Borgo Teresiano mit dem einzigen Kanal von Triest, aber dafür nach jenem von Venedig benannt: Canal Grande
• Die Chiesa Sant’ Antonio Nuovo, die Piazza San Giovanni
• Viale XX Settembre, eine 600 Meter lange Allee (Fußgängerzone) mit vielen Straßenkaffees, Bars, Kino, Eisdielen und kleinen Geschäften. Beliebter Treffpunkt der Triestiner Jugend. Am Ende befindet sich der Giardino Pubblico
• Die Via Cesare Battisti; unbedingt einen Stopp im berühmten Caffè San Marco einplanen
• Corso Italia: Mädels, Zeit nehmen, hier sind einige Luxusmarken anzutreffen
• Durch die engen Gassen mit den bisserl verstaubt anmutenden Antiquitäten- und Buchläden geht es bergauf zum Hügel von San Giusto, dem Schutzpatron von Triest. Abgesehen vom traumhaften Blick über die Stadt: ein Besuch des gleichnamigen Castello und der Cattedrale sind Pflicht!
• Das Stadtviertel Cittàvecchia, ideal um köstlich Delikatessen einzukaufen, einen Drink zu nehmen und herrlich essen zu gehen.

Aber am schönsten ist es, an einem sonnigen Tag die Rive, die Uferpromenade entlang zu schlendern und an der großen Mole, dem 250 Meter langen Molo Audace zu entspannen, zu träumen und den unglaublichen Sonnenuntergang zu genießen; ein sehr beliebtes Fotomotiv, ebenso wie die beiden lebensgroßen Bronzefiguren »Le ragazze di Trieste«, wartend und lesend.

La Piazza dell’Unità d’Italia und ihre Palazzi

Ein Catwalk für Jung und Alt – zu jeder Jahreszeit. Die 16.000 m² große Piazza gilt als weltweit einer der größten Plätze, der sich mit einer Seite zum Meer hin öffnet. Eine faszinierende und großartig gelungene Kombination aus imposanten Palazzi aus dem 19. Jahrhundert, immer vollen Cafés und Meeresrauschen. In der Dämmerung gehen dann noch die blauen Bodenlichter an. Das ist nicht zu toppen. Besonders mystisch und ein Erlebnis für sich ist es, wenn der Nebel einfällt. Die Piazza bildet den repräsentativen Mittelpunkt der Stadt. Die Piazza wird auf drei Seiten von neoklassischen und einigen barocken Bauten umzäunt. Der erste Blick fällt natürlich auf das imposante Rathaus in der Mitte (Palazzo del Municipio; 1872–1875, Giuseppe Bruni); seine Fassade ist stark strukturiert, hat eng gereihte Fenster, Rundbögen und Halbsäulen. Im Uhrturm schlagen zwei Bronzefiguren zu jeder vollen Stunde mit einem Hammer die Turmglocke, ganz wie in Venedig. An seiner Linken (vom Meer aus gesehen): der Palazzo Modello (1871–1873, Giuseppe Bruni); in Richtung Meer angrenzend liegt der Palazzo Stratti (1839, Antonio Buttazzoni; 1870, Eugenio Geiringer und Domenico Righetti), der seit 1846 im Besitz der Generali Versicherung (Assicurazioni Generali) ist. Im Erdgeschoß befindet sich eines der ältesten Triestiner Kaffeehäuser (1839), das Caffè degli Specchi (Spiegelcafé). Hier verkehrten bereits Literaten wie James Joyce und Rainer Maria Rilke. Auch heute ist es DER Treffpunkt für Einheimische ebenso wie für Touristen, sei es auf einen schnellen Caffè, eine der köstlichen Schokoladespezialitäten, einen kleinen Mittags-Snack oder auch zum Aperitivo. Der Palazzo del Governo am Eck zur Riva 3 Novembre ist der jüngste Bau an der Piazza (1901, 1905, Emil Artmann), der sich mit seinen orientalisch wirkenden Mosaiksteinen deutlich von der Optik der anderen Paläste unterscheidet. Er ist Sitz der Präfektur. An der rechten Seite des Rathauses: der Palazzo Pitteri (1785, Ulderico Moro), das älteste Gebäude an der Piazza. Er befindet sich im Besitz der Versicherungsgesellschaft Lloyd Adriatico. Gleich anschließend: das Grand Hotel Duchi d’Aosta (Palazzo Vanoli). Hier befand sich in der Antike ein Hospiz, das Reisenden Unterkunft und Verpflegung bot. Im 19. Jahrhundert entstand das größte Hotel der Stadt, die Locanda Grande. 1847 wurde das Gebäude abgerissen und das heutige Hotel neu errichtet (1873, Eugenio Geiringer). Zu einem der jüngeren Bauwerke am Platz gehört der Palazzo del Lloyd Triestino (Palazzo della Regione, 1883, Heinrich von Ferstel). Ferstel war auch der Architekt der Votivkirche und verschiedener weiterer Ringstraßenbauten in Wien. Heute ist der Palast Sitz der regionalen Regierung.

Triest, das „kleine Wien an der Adria“

Als Österreicher, speziell als WienerIn lacht uns in Triest das Herz. Steht man an der Piazza dell’Unità d’Italia, überkommt einen ein sonderbar heimeliges Gefühl. Aber nicht nur angesichts der Architektur, auch bei der Kulinarik und der Mentalität. Kein Wunder, über 500 Jahre Einfluss durch die Habsburger haben ihre deutlichen Spuren hinterlassen und die Stadt nachhaltig geprägt. In den Osmize bestellen wir unser übliches Heurigen-Menü, bei den Buffets unseren gekochten Schinken mit Kren und in den Konditoreien den Germteigkuchen. Auch die Kaffeehäuser erinnern so sehr an Wien. Sogar das Fahrverhalten unterscheidet sich deutlich von jenem im übrigen Italien. Wie zuhause bleiben die Autos rücksichtsvoll stehen, sobald ein Fußgänger die Straße betritt und zum Überqueren ansetzt. Es wird nicht so viel gehupt und gedrängelt, die Vorfahrten werden respektiert. In vielen Lokalen hängen die Bilder von Kaiser Franz Joseph & Co. In Summe: sobald man sich als Österreicher outet, fliegen einem die Herzen zu!

Eine Stadt mit großer Kaffeekultur

Der Pro-Kopf-Verbrauch der Triestiner beträgt angeblich zehn Kilogramm, das ist das Doppelte vom übrigen Italien und entspricht rund 1.500 Tassen (pro Person pro Jahr, wow, das übersetzt sich in 4 Tassen pro Tag). Aber nicht nur deshalb wird die Stadt »la città, la capitale del caffè« genannt. Die Kaffeekultur unterscheidet sich dank des Espresso, einer Erfindung des 19. Jahrhunderts, ganz wesentlich von anderen Ländern. Das ist u.a. auch Kaiser Karl VI zu verdanken. Als er 1719 Triest zum Freihafen erhob, kauften die in der gesamten Monarchie entstehenden Kaffeehäuser hier den wertvollen Rohstoff, der aus aller Welt in die Adria-Hafenstadt gebracht wurde. Bereits 1768 gab es in Triest elf kleine Röstereien und noch mehr Kaffeehäuser. Heute sind nicht nur große Röstereien hier beheimatet, sondern auch spezialisierte Importeure, Prüflabors, eigene Kaffee-Speditionen, Lagerhäuser und Silos für Rohkaffee; die gesamte Verarbeitungskette befindet sich in der Stadt.

Come ordinare un caffè a Trieste

Kaffee hat in Triest einen immensen Stellenwert für Triest, geschichtlich, kulturell und wirtschaftlich. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb die Triestiner ihrem Kaffee voller Stolz eigene Bezeichnungen gegeben haben, und sich damit vom Rest der Welt unterscheiden. Bestellt man einen Cappuccino, bekommt man einen Caffelatte, will man einen Espresso, bestellt man einen Nero. Am besten den neuen Wortschatz gleich selbst ausprobieren:
• Caffè degli Specchi, direkt an der Piazza dell’Unità d‘Italia
• Caffè San Marco in der Via Cesare Battisti
• Caffè Tommaseo an der Piazza Tommaseo

illycaffè, eine weltweite Erfolgsgeschichte

Eines der bedeutendsten, weltweit agierenden und seit der Gründung in Triest ansässigen Unternehmen im Kaffeebereich ist illy. Ein Vorzeigeunternehmen in dritter Generation, bei dem vom Anbau der Kaffeebohne bis zum Genuss des Kaffees nichts dem Zufall überlassen wird! Immer und überall trifft man auf die vier weißen Buchstaben auf rotem Hintergrund. illy prägt die Kaffeekultur in den guten Häusern und steht für beispielhafte und höchste Perfektion. Der Firmengründer Francesco Illy – übrigens österreichisch-ungarischer Abstammung – hatte die Vision, den besten Kaffee der Welt herzustellen und diesen auch weltweit anzubieten. Das war 1933. Seither führt Andrea Illy das Unternehmen in dritter Generation und treibt die großartige Entwicklung weiter voran. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Weltweit werden täglich 6 Millionen Tassen illy Kaffee getrunken!

Trieste, la città della Barcolana

Triest im Ausnahmezustand, das trifft es wohl am besten! Die »Barcolana« ist mit ca. 2000 teilnehmenden Booten die weltweit größte und wichtigste Segelregatta. Sie findet seit 1969 jährlich am zweiten Wochenende im Oktober statt. Ihren Namen leitet sie vom Triestiner Vorort »Barcola« ab, denn von hier wird gestartet. Eigentlich dauert die Barcolana eine komplette Woche und wird flankiert von vielen tollen Side-Events quer über die Stadt verteilt, von Verkostungen bis Live-Musik, Modeschauen, Ausstellungen, Osmize-Touren, Make-Up- und Koch-Kursen.

Golfspielen in Triest

Der GC Trieste liegt hoch oben im Karst, in der Nähe von Opicina. Die Zufahrt ist zwar nicht immer ganz einfach zu finden, am besten vom Hotel Savoia Excelsior 700 Meter nach rechts und dann immer gerade (in Kurven) ca. 4 km die Hauptstraße bergauf, vorbei an der Uni und dem Krankenhaus, bei der Kreuzung gerade aus noch 300 Meter weiter, dann ganz scharf links hinauf und nach 500 Metern liegt schon rechts das Clubhaus. Alles läuft hier ein bisserl hausbacken ab, aber sympathisch und easy going, auch auf der Driving Range: die Ballsammelmaschine ist ein ausrangierter Renault. Es steht nicht die Perfektion der Fairways im Vordergrund, sondern die Lage inmitten der Natur, der Blick über den Golf von Triest und der Luxus, überhaupt im trockenen, steinigen Karst spielen zu können, denn die Anlage stellt die Greenkeeper ganz schön auf die Probe. Der Platz ist ganzjährig geöffnet, aber immer ziemlich windig; im Sommer angenehm kühlend, im Herbst schon ganz schön frisch. Umso schöner, sich im gemütlichen Landhausstil-Clubhaus wieder aufzuwärmen, und das bei hervorragendem Essen zu extrem anständigen Preisen. Wichtig zu wissen: der Golfplatz ist am MI, das Restaurant am DI geschlossen.

Hotel:
4*-SAVOIA Excelsior Palace
Riva del Mandracchio 4,
34124 Triest,
T +39 040 77 941
savoiaexcelsior.ts@starhotels.it
www.starhotels.com

Trieste Golf Club
Via Padriciano 80,
34012 Triest
T +39 040 226 159
info@golfclubtrieste.net
www.golfclubtrieste.net